Suda51s entfesseltes Hack-and-Slash, Travis Touchdown klettert in Santa Destroys Assassinen-Ranking auf Platz eins. Energie-Strahlen-Katana physisch mit Wiimote zu laden, blutige Finisher, wahnsinnige Open-World-Stadt. Sudas Punk-Geek-Pop-Kunstrichtung, selbstironische Schreibe, trashig aber brillant. Nervöser Kampf, unvergessliche Bosse. Kult-Wii-Werk.
Euer Urteil
Kategorie
Action-Adventure1 Spieler18+
Beschreibung
Actionspiel von Grasshopper Manufacture, veröffentlicht von Ubisoft in Europa im Februar 2008. Der zum Auftragsmörder gewordene Otaku Travis Touchdown kämpft sich durch die Reihen der UAA (Union of Assassins) und eliminiert der Reihe nach die zehn über ihm platzierten Killer, um den ersten Rang zu erreichen. Das Kampfsystem setzt auf ein aufladbares Beam-Katana, das mit der Wiimote gesteuert wird, und verbindet ultragewaltsamen Metahumor mit Nebenmissionen in der offenen Stadt Santa Destroy sowie Bossgegnern mit abgedrehten Persönlichkeiten. Ein kultiger Suda51-Titel auf dem Wii.
No More Heroes im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Eine explosive Mischung aus Punk-Cel-Shading, Otaku-Ästhetik und bewusst eingesetzten Glitches, pflegt das Spiel einen frechen, retro Lo-Fi-Stil. Die funktionale Stadt und die nervösen Duelle baden in einer beständigen visuellen Ironie, dem Markenzeichen von Suda51. Diese respektlose, kultige Handschrift gehört ihm allein.
Von Masafumi Takada signiert, lässt die Musik einen nervösen, stilvollen Electro-Rock-Cocktail aufheulen, der zu Travis Touchdowns Punk-Attitüde passt. Das Hauptthema, schrecklich eingängig, prägt sich von den ersten Noten an ein. Diese schräge, aufgeladene Klangidentität macht den ganzen Schwung dieses Suda51-Ufos aus.
Ein zielloser Otaku, zum Auftragskiller geworden, erklimmt Travis Touchdown eine Rangliste von Attentätern, so absurd wie blutig. Eine abgedrehte Satire von Suda51, verspottet die Erzählung Gewalt und Geek-Kultur mit einer köstlichen meta-Ironie. Sein erbärmlicher Antiheld und sein Punk-Ton machen es zu einem Kult-Ufo, wütend eigenwillig.
Ein durchgeknalltes Actionspiel von Suda51 und Grasshopper, in dem ein Otaku zum Auftragskiller wird und mit einer bewegungsgesteuerten Strahlenkatana zuschlägt, ein Kultwerk von Punk-Ton und durchbrochener vierter Wand. In maßvoller Menge für ein bei Nintendo seltenes Erwachsenengenre gefertigt, liegt sein Reiz in dieser Aura eines eigenwilligen Autors statt in Massenverbreitung. Ein gesuchtes Ziel für Fans stilvoller Action auf der Wii.
Denkwürdige Bosse
Die Rangliste der Auftragskiller hochzuklettern, bedeutet eine Folge von Duellen gegen eine Galerie von Mördern, so charismatisch wie durchgeknallt, vom Metalhead bis zum melancholischen Schützen. Eine mit einer Bewegung aufgeladene Beam-Katana und Wrestling-Griffe bilden einen einzigartigen Stil, durchsetzt von Suda51s Punk-Humor. Jeder Rang erzwingt einen Boss von markanter Persönlichkeit und macht diesen Aufstieg zu einer Folge denkwürdiger Duelle.
Wenn das Spiel die vierte Wand durchbricht
Ein Otaku-Assassine mit Laserkatana: Der Held behandelt seinen eigenen Aufstieg in der Rangliste wie ein Videospiel, dessen Regeln er auswendig kennt — der Controller wird zur Klinge, die man mit einer ganz realen Geste auflädt, gespeichert wird auf der Toilette, und die Konventionen des Mediums werden unablässig verspottet. Diese Punk-Ironie, die den Spieler zum Zeugen macht, prägt ein Kultwerk, das sich nie ernst nimmt.
Eine fragwürdige Moral
In der Rangliste der Auftragskiller aufzusteigen, indem man seine Rivalen einen nach dem anderen ausschaltet, Beam-Katana in der Hand und Controller wie eine Waffe geschwungen, ist der Alltag eines zum Assassinen gewordenen Otaku. Das Spiel steht voll zu seiner hippen Absurdität, und man reiht stilvolle Hinrichtungen aneinander, ohne sich groß zu fragen, was ein Ehrgeiz wert ist, der sich an der Zahl zurückgelassener Leichen bemisst.
Lohnt sich No More Heroes 2026 noch?
No More Heroes ist ein Kultwerk von Suda51, ein Punk-, respektloses und zutiefst eigenwilliges Actionspiel, dem Geist der Wii zugeschnitten. Travis Touchdown zu spielen, einen desillusionierten Otaku, der mit einem Beam-Katana die Assassinen-Rangliste erklimmt, in einer bewusst leeren und entfremdenden offenen Stadt, ist eine bissige Satire der Videospielkultur. Der Bewegungskampf, in dem man die Todesstöße mit der Wiimote nachahmt, und der beißende Humor ergeben ein unklassifizierbares Erlebnis mit stilvoller Inszenierung. Die repetitive Struktur polarisiert. Doch wer ein kühnes, durchgeknalltes Autorenwerk sucht, dem bleibt dieser Titel ein eindringliches, einzigartiges Erlebnis.