Japanisches Pokémon Blau, ursprünglich per CoroCoro-Magazinabonnement vertrieben. Etwas anderer Cast als Aka/Midori, seltenere Pokémon. Später regulär verkauft. Für Pokémon-Sammler; sonst decken Aka oder Midori das Wesentliche. Historische japanische Nische.
Euer Urteil
Kategorie
Rollenspiel1 Spieler7+
Beschreibung
Originale japanische Version von Pokémon Blau, anfänglich über ein Abonnement der Zeitschrift CoroCoro in Japan erhältlich, mit einem leicht abweichenden Pokémon-Aufgebot. Veröffentlicht von Nintendo/Game Freak, erschienen im Oktober 1996 in Japan. 151 Pokémon mit einigen Unterschieden zu Aka, dieselbe Kanto-Region und 8 Arenen.
Pocket Monsters - Ao im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
3/5
Story
★★★★★
"Solide"
Diese Fassung beruht auf einem nach der ersten japanischen Veröffentlichung überarbeiteten Spritesatz, mit begradigten Haltungen und lesbareren Volumen, der zur Referenz für sämtliche westliche Ausgaben werden sollte. Die Farbe des Etiketts findet sich in der Wahl des Titelmonsters wieder, einem Meerestier, dessen kantige Silhouette der Rundheit des übrigen Bestiariums widerspricht.
Von der Ruhe Alabastias bis zu den aufgeladenen Kampfthemen haben Junichi Masudas Kompositionen ein ganzes Universum ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Die frostige Lavandia-Melodie wie die Siegesfanfaren bleiben unauslöschlich. Dieser grundlegende Soundtrack, von seltener Beschwörungskraft, hat ganze Generationen geprägt.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Schon in den ersten Minuten"
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Eine Kreatur zu fangen, sie aufzuleveln und dann den Pokédex zu vervollständigen webt eine Schleife kurzfristiger Ziele, die nie wirklich endet. Jeder Kampf bringt Erfahrung, jede Route verbirgt eine ungesehene Art und der Tausch zwischen Versionen treibt zum Weitererkunden. Das Tempo zeigt sein Alter und das Grinden macht sich bemerkbar, doch diese Sammeljagd bleibt unwiderstehlich fesselnd.
Schwierigkeit
"Ausgewogen"
Spieldauer
"Riesig"
Als Variante mit leicht umgestelltem Aufgebot drängt diese Ausgabe zum Tauschen, um die im Gegenstück fehlenden Exklusiv-Pokémon zusammenzubekommen. Kanto zu durchstreifen, die Arenen zu bezwingen und den Pokédex zu vervollständigen verlangt dieselbe Geduld, ergänzt durch die Zusammenarbeit der Versionen. Diese Tauschmechanik, das Herz des Phänomens, nährt eine Spielzeit, die weit über den letzten Orden hinausreicht.
Originalfassung, zunächst per Postversand über das Magazin CoroCoro Comic im Oktober 1996 verteilt, ehe drei Jahre später eine Einzelhandelsauflage folgte. Diese postalische Exklusivität zum Start erklärt die echte Seltenheit der Erstauflage und den besonderen Wert der Exemplare, die noch ihren originalen Versandumschlag tragen. Dient zudem als grafische Basis der westlichen Red und Blue Fassungen und ist damit das technische Bindeglied zwischen Japan und dem internationalen Markt.
Ein Kult-Cover
Turtok richtet die Kanonen aus seinem Panzer auf tiefes Blau – eine ruhige Masse verhaltener Kraft. Als spezielle japanische Auflage besticht diese Edition durch eine ausgefeiltere Linienführung und ein klares Layout. Die aquatische Gelassenheit der Zeichnung kontrastiert mit dem Feuer der roten Version und macht sie zum begehrten Sammlerstück.
Eine fragwürdige Moral
Der beste Trainer zu werden, beruht auf einer Routine, die mitten im Spiel niemand hinterfragt: wilden Geschöpfen in der Natur zu begegnen, sie in Kämpfen mürbe zu machen und sie dann in einer Kugel einzuschließen, um eine Sammlung zu vervollständigen. Als großes freundschaftliches Abenteuer verkauft, läuft das Hobby darauf hinaus, ein Team gefangener Kämpfer zusammenzustellen, was es trotzdem niemandem verleidet.
Lohnt sich Pocket Monsters - Ao 2026 noch?
Als Wiege der gesamten Serie bleibt die erste Pokémon-Generation auch heute ein faszinierendes Studienobjekt. Hunderteinundfünfzig Kreaturen zum Fangen, Entwickeln, Tauschen und Kämpfen, ein kluges Modulökonomie-System zwischen den Versionen und Rundenkämpfe von überraschender Lesbarkeit. Das Tempo ist nach heutigen Maßstäben gemächlich, das Balancing teils kantig und die Oberfläche angestaubt, doch die Schreibe ist für den Game Boy reif und die Erkundungsfreiheit trägt. Für Design-Interessierte, Sammler und Nostalgiker eine historische Quelle ersten Ranges.