Valve liefern die perfekte Portal-Fortsetzung mit irrwitzigem Koop-Modus und einer Schreibe, die in GLaDOS- und Wheatley-Duetten für Stephen Merchant gipfelt. Die Rätsel glänzen, die Inszenierung trifft mitten ins Schwarze, und das Ganze bleibt ein absolut unverzichtbarer Gipfel des modernen Puzzle-Games.
Euer Urteil
Kategorie
Puzzle4 Spieler12+
Koop
Geteilter Bildschirm
Beschreibung
Puzzle-Spiel, entwickelt von Valve und veröffentlicht von EA im April 2011. Chell kehrt in die Labore von Aperture Science zurück und muss sich dort der KI GLaDOS sowie der neuen KI Wheatley in den Portaltestkammern stellen. Die Portalmechanik ermöglicht das Öffnen zweier Teleporter und bietet damit Raum für einfallsreiche physikalische Lösungsansätze. Das Spiel besticht durch eine humorvolle und satirische Erzählweise sowie einen Koop-Modus für zwei Spieler mit den Charakteren Atlas und P-Body. Der Titel ist die allseits gelobte Fortsetzung des originalen Portal.
Portal 2 im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Eine Ästhetik des sterilen Labors im Kontrast zu von Vegetation überwucherten Ruinen: Das Spiel spielt mit dem Sauberen und dem Verfallenen mit seltener Intelligenz. Die Lesbarkeit der Kulissen und der visuelle Humor dienen unmittelbar den Rätseln. Diese Bildregie, reduziert und schlau, steht als Modell für Design im Dienst des Gameplays.
Von Mike Morasky signiert, entfaltet die Musik eine generative, verspielte Ambient-Electro, in der synthetische Texturen und robotische Pieptöne den schelmischen Geist der Rätsel umfangen. Das Schlusslied „Want You Gone" krönt das Abenteuer mit einem unwiderstehlichen Hauch Humor. Diese erfinderische, schräge Klangidentität macht den ganzen eigenwilligen Charme des Spiels aus.
In einem verlassenen Labor erwacht, muss eine stumme Versuchsperson den Fallen künstlicher Intelligenzen entgehen, die so witzig wie grausam sind. Unter dem räumlichen Rätsel verbirgt sich eine schwarze Komödie von funkelndem Schreiben, getragen von Kultdialogen. Ein seltenes Knobelspiel, das ebenso zum Lachen wie zum Nachdenken bringt, wurde es zur Referenz.
Gameplay
"Meisterhaft"
Zwei Portale zu setzen, um Schwung und Schwerkraft umzulenken, macht jeden Raum zu einem räumlichen Rätsel von furchteinflößender Eleganz. Die schrittweise Einführung von Gels und Strahlen erneuert das Knobeln immer wieder. Als Musterbeispiel des Ego-Puzzles bewahrt es eine glasklare Logik und einen Erfindungsreichtum, dessen Genialität keinen Tag gealtert ist.
Europäische (PAL) Ausgabe des Valve-Nachfolgers des Portal-Rätselspiels, der raffinierte räumliche Rätsel, urkomisches Schreiben und Zwei-Spieler-Koop in einem als einer der Genre-Gipfel geltenden Werk vereint. Im Westen breit vertrieben, liegt sein Reiz in diesem Status als Rätsel-Meisterwerk statt in Knappheit, seine Auflage bleibt zugänglich. Ein unverzichtbares erstklassiges Stück für Fans von Rätseln und Valve.
Spaß zu mehreren
Ein First-Person-Knobler, dessen eigens für zwei entworfener Koop-Modus ganz auf Kommunikation und das Synchronisieren von Portalen ruht. Gegenseitige Hilfe ist Pflicht und Freude: ein Rätsel mit zwei Köpfen zu lösen, nach tausend Versuchen, bringt unübertroffene Befriedigung. Im lokalen Splitscreen spielbar, machen sein trockener Humor und die genialen Rätsel es zu einem Höhepunkt des Spiels zu zweit.
Lohnt sich Portal 2 2026 noch?
Auf Xbox 360 2011 erschienen, weitet Valves Portal 2 das Konzept des auf Portalen gebauten Ego Rätselspiels brillant, mit Einfallsreichtum und komischer Schreibe von außergewöhnlichem Niveau. Die neuen Mechaniken, Gele und Lichtstrahlen, bereichern räumliche Rätsel, die ebenso befriedigend zu lösen bleiben. Der Humor von GLaDOS und Wheatley und die Inszenierung der Aperture Science Schauplätze sind denkwürdig. Vor allem bietet der ganz auf zwei ausgelegte Koop Modus ein einzigartiges Erlebnis. Für Freunde des Knobelns, des Koops und brillanter Schreibe behält dieses Meisterwerk einen unversehrten Wert.