Project Zero begründet ein einzigartiges Survival Horror: Die Camera Obscura ist die einzige Waffe. Schwüle japanische Stimmung, langsamer Schauer, eisige Erzählung. Pionier mit Wirkung.
Euer Urteil
Kategorie
Survival1 Spieler16+
Beschreibung
Ein Tecmo-Survival-Horror aus dem Jahr 2002 (Europa), die europäische Ausgabe des ersten Fatal Frame. Miku Hinasaki erforscht das verfluchte Himuro-Anwesen, um ihren Bruder zu finden, bewaffnet nur mit einer alten Kamera, die Geister abwehren kann. Beklemmende japanische Horroratmosphäre und originelle Gespenster-Fotografie-Kampfmechaniken. Der erste Project-Zero-Meilenstein in Europa.
Project Zero im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Die europäische Ausgabe hebt die Architektur selbst des heimgesuchten Hauses hervor. Das Himuro-Anwesen ist ein weitläufiger traditioneller japanischer Bau aus schiebbaren Papierwänden, Tatami-Gängen und leeren, ins Dunkel getauchten Zimmern. Das einzige Licht kommt von der Taschenlampe der Heldin, die stets nur ein Fragment des Raums enthüllt.
Das wahre Instrument des Schreckens ist der Klang des Raums. Das Spiel platziert seine Gemurmel und sein Stöhnen in ein gerichtetes Hören: eine Stimme scheint aus einem bestimmten Gang zu kommen, aus einem Zimmer rechts, von oben, und das Ohr sucht instinktiv ihre Quelle. Dieses Klangtheater führt ebenso, wie es in die Irre leitet, und treibt dazu, die Tür zu öffnen, aus der die Klage steigt, selbst auf die Gefahr, sich zu verlieren.
Unter dem Horror läuft eine intime Suche. Die junge Miku Hinasaki betritt das Anwesen auf den Spuren ihres älteren Bruders Mafuyu, der den Ort untersuchen wollte und nie zurückkam. Nicht ein bewaffneter Held erkundet, sondern eine besorgte Schwester, getrieben von der Hoffnung, in einem von Toten bevölkerten Haus einen Lebenden zu finden.
Komplett; Box, Anleitung und Datenträger sehr sauber. Wenig benutzt.
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Sammlerwert
Die europäische Ausgabe des ersten Fatal Frame, das den Kamera-Horror begründete und japanisches Grauen auf die PS2 brachte. Die kleine PAL-Auflage dieser Nische, gepaart mit hartnäckiger Nachfrage von Survival-Horror-Sammlern, macht sie zu einem echt gesuchten Titel mit stetig steigendem Kurs. Der Reiz beruht auf dieser grundlegenden Knappheit und der Aura des Auftaktstücks einer Kultreihe.
Ein verkanntes Juwel
Geister mit nichts als einer Kamera bekämpfen: Die Idee klang verrückt, und doch trägt sie eines der beklemmendsten Survival-Horror-Spiele der Konsole. Von angeblich wahren Ereignissen inspiriert, leidet dieser erste Teil unter noch roher Umsetzung. Doch seine Spannung und die eisige japanische Atmosphäre machen ihn zum Muss für Nervenkitzel-Fans.
Lohnt sich Project Zero 2026 noch?
Auf PS2 2002 erschienen, in Nordamerika als Fatal Frame bekannt, zählt Tecmos Projekt zu den großen Begegnungen von japanischem Horror und Survival. Die Camera Obscura, die zwingt, Geister mit der Kamera anzuvisieren und zu fotografieren, bleibt eine seltene Design Idee. Die Bildsprache zwischen Spukvilla und Folklore behält ihre ungebrochene Atmosphäre. Panzersteuerung und ruhiges Tempo können Neulinge moderner Survival Horror Spiele verunsichern. Empfehlenswert für Liebhaber japanisch geprägten Horrors und für Sammler.