Technisch respektables Saturn-Port von Quake für die Konsole. Bedrückende Dunkelheit gut wiedergegeben, akzeptable Framerate. Klar unterlegen gegenüber der PC-Version, aber das wesentliche id Software-Feeling bleibt erhalten. Für Spielfans ohne PC-Zugang.
Euer Urteil
Kategorie
Ego-Shooter1 Spieler16+
Beschreibung
Kult-Ego-Shooter von id Software, von Lobotomy Software auf Saturn portiert. Von Sega, erschienen in Europa 1998. Organische und labyrinthische dreidimensionale Level, Arsenal von neun Waffen darunter Raketenwerfer und Nagelkanone, vielfältige dämonische Feinde, Solo- und Mehrspielermodi. Eine bemerkenswerte Saturn-Portierung mit Lobotomys PowerSlave-Engine.
Quake im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
2/5
Story
★★★★★
"Klassisch"
Die Umsetzung bewahrt das Wesentliche der ursprünglichen Bildidentität: massive Architektur aus Stein und Metall, eine auf Braun- und Grautöne verengte Palette, Fackeln, die nur einen winzigen Radius erhellen. Die dunklen, kompakten Kreaturen heben sich kaum von den Wänden ab, sodass die Finsternis zum eigentlichen Gegner wird.
Die Begleitung verweigert jede Melodie zugunsten eines industriellen Teppichs: metallische Bordune, ferne Resonanzen, Atemzüge und Schleifgeräusche, die mit den Umgebungsklängen verschmelzen. Wo die Musik aufhört und die Echos des Levels beginnen, ist nicht zu sagen, und diese gewollte Verwirrung trägt die Beklemmung.
Eine Saturn-Umsetzung von id Softwares Kult-FPS, wurde Quake von Lobotomy Software erstellt, die die Engine umarbeiteten, um diese 3D-Hölle auf der Maschine laufen zu lassen. Die beklemmende Stimmung, das labyrinthische Leveldesign und das flotte Schießtempo bleiben packend, mit einem für die Konsole bemerkenswerten technischen Erfolg übertragen. Das fehlende Maus-Zielen und ein paar grafische Kompromisse lassen es alt wirken. Eine Umsetzungsleistung für Freunde von Retro-FPS und Neugierige auf technische Konvertierungen auf dem Saturn.