Ein Taktikspiel von seltener Dichte, in dem Positionierung, Höhe und Elementarspiel jedes Gefecht entscheiden. Im Gedächtnis bleibt vor allem die politische Erzählung samt Überzeugungsabstimmungen, die die Story verzweigen. Lange Dialogphasen bremsen Ungeduldige.
Euer Urteil
Kategorie
Taktik1 Spieler12+
Beschreibung
Drei zerstrittene Nationen ringen um Salz und Eisen, und ihre Spannungen stürzen den Kontinent in den Krieg. Veröffentlicht von Square Enix, weltweit 2022 erschienen. Eine Geschichte, die sich über Überzeugungsabstimmungen verzweigt, rasterbasierte Taktikschlachten mit Höhe und Elementen und prächtige HD-2D-Optik.
Triangle Strategy im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Drei Reiche am Rande des Krieges um Salz und Eisen, und ein junger Lord, hin- und hergerissen zwischen Nutzen, Moral und Freiheit. Jede große Entscheidung fällt im Gewissen und lenkt eine verzweigte Erzählung, in der Realpolitik die üblichen Märchen des Genres verdrängt.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Angenehm"
Suchtfaktor
"Packend"
Schwierigkeit
"Schwer"
Spieldauer
"Riesig"
Die Überzeugungen des Helden lenken die entscheidenden Wahlen, und jede öffnet einen anderen Zweig der Erzählung: Alle Enden zu sehen verlangt mehrere komplette Durchläufe. Zwischen den fordernden taktischen Schlachten, den Trainings-Scharmützeln und den divergierenden Erzählpfaden vervielfacht sich das Abenteuer. Diese Struktur, in der Entscheidungen wirklich wiegen, macht es zum Taktik-RPG, das ganz natürlich zum Neustart einlädt.
Auf dem taktischen Raster geht es bei der entscheidenden Schlacht nicht um einen Koloss, sondern um Gefechte, in denen jeder Elitegegner eine komplette Neuaufstellung erzwingt. Höhe, Sichtlinien und Flächenangriffe verwandeln gewisse Schlüsselkämpfe in echte Positionierungsrätsel. Die Spannung wächst aus dem Gewicht der Wahl: Eine Erzählentscheidung formt die Kräfte, denen man danach gegenübersteht.
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Triangle Strategy zählt zu den erzählerisch anspruchsvollsten Taktikspielen auf Switch. Seine große Stärke bleibt eine erwachsene politische Geschichte, in der Überzeugungsabstimmungen den Verlauf zu radikal verschiedenen Enden kippen, was mehrere Durchläufe belohnt. Die HD-2D-Optik bleibt prächtig und die Schlachten, die Höhen und Elemente fein ausspielen, behalten echten taktischen Biss. Der Makel ist nicht gealtert: Die Sequenzen geraten lang und redselig, mitunter zulasten des Tempos. Für Freunde nachdenklicher Strategie und moralischer Dilemmata bleibt der Reiz ungebrochen.