Untypisches Action-RPG von Cavia, das Drachenflug und Boden-Hack-and-Slash vereint. Die nihilistische Welt, multiple Enden und der dissonante Soundtrack machen es polarisierend, aber unvergesslich. Für seine Einzigartigkeit eher als für sein Gameplay entdeckenswert.
Euer Urteil
Kategorie
Action-RPG1 Spieler16+
Beschreibung
Ein Kult-Action-Rollenspiel von Cavia und Square Enix, 2003 (Japan) und 2004 (Westen) erschienen. Im Westen unter dem Titel Drakengard bekannt, verbindet es Musou-artige Bodenkämpfe mit Drachenflug-Schlachten in einer düsteren Welt – und ist Yoko Taros erstes großes Werk als Autor und Regisseur.
Drag-on Dragoon im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Radikal und verstörend, zerschneidet die Musik von Nobuyoshi Sano und Takayuki Aihara dissonante Orchesterschleifen zu einer bewusst albtraumhaften Partitur. Wie die nihilistische Geschichte nimmt sie eine schroffe Fremdheit an, die den Hörer verfolgt. Dieser klangliche Wagemut, ohne Entsprechung, bleibt einer der eigenwilligsten des JRPG.
Ein in Blut besiegelter Pakt zwischen einem rachsüchtigen Krieger und einem Drachen: Diese nihilistische Erzählung versinkt in Wahnsinn, Krieg und den finstersten Trieben. Zerbrochene Figuren und mehrere Enden, eines verstörender als das andere, machen sie zu einem beklemmenden, faszinierenden Werk. Der Grundstein von Yoko Taros Universum, verstört es noch immer.
Düster und verstörend, stellt dieser Mix aus Bodenaction und Luftkämpfen auf Drachenrücken Wächter von bewusster Hässlichkeit entgegen, halb organisch, halb Albtraum. Aus dem Himmel auf einen Koloss zu stürzen oder ein Heer niederzumähen, bevor man dessen Anführer gegenübertritt, schafft eine rohe Gewalt. Die kränkliche Atmosphäre und die Maßlosigkeit dieser Zusammenstöße machen es zu einer ebenso zermürbenden wie eindrücklichen Erfahrung.