Gears 2 denkt groß mit einer epischen unterirdischen Kampagne, Brumak-Setpieces und einem Horde-Modus, der eine inzwischen standardisierte Formel erfindet. Marcus, Dom und Co. bleiben sympathisch, und Steve Jablonskys Score trifft mitten ins Herz.
Third-Person-Shooter, entwickelt von Epic Games und herausgegeben von Microsoft im November 2008. Marcus Fenix steigt unter die Oberfläche von Sera hinab, um die Locust-Horde zu vernichten. Das Spiel führt den kooperativen Horde-Modus für bis zu fünf Spieler ein, der das Wellen-Überlebensgenre begründete, und bietet außerdem einen Zwei-Spieler-Koop sowie einen erweiterten Online-Mehrspielermodus. Eine epische Fortsetzung von Gears of War.
Gears of War 2 im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Die Kunstrichtung gewinnt an Weite: Zu den brutalistischen Ruinen kommen der Abstieg in die Hohle und ihre organischen Höhlen, versinkende Städte und breitere Panoramen. Noch immer aschfahl und bedrückend, gestattet sich die Palette abwechslungsreichere und grandiosere Schauplätze, die dem Krieg gegen die Locust ein geradezu monumentales Ausmaß verleihen.
Für den Nachfolger übernimmt Steve Jablonsky den Taktstock und hebt das sinfonische Register: ein volleres Hollywood-Orchester, heroische Themen und emotionale Klangflächen begleiten die erweiterten Gefechte. Die Partitur gewinnt epischen Atem und dramatisches Relief und unterstreicht die intimeren Einsätze der Geschichte, ohne die martialische Schwere der Saga zu verlieren.
Im Herzen eines verzweifelten Krieges gegen eine unterirdische Horde steigen Soldaten zur Quelle des Bösen hinab, um die Menschheit zu retten. Unter dem Testosteron und dem Getöse lässt die Erzählung Raum für eine unerwartete Traurigkeit, getragen von der herzzerreißenden Suche eines Waffenbruders. Diese Emotion unter der Brutalität überraschte und prägte die Spieler.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Der Nachfolger denkt größer: Duelle in größerem Maßstab, spektakuläre Sequenzen und der legendäre Horde-Modus, in dem man im Koop immer wildere Gegnerwellen übersteht. Das Gewichtsgefühl und die Brutalität der Kämpfe bleiben im Herzen des Spaßes. Spektakulär, großzügig und meisterhaft umgesetzt, ein TPS, der seine Formel veredelt und einige der denkwürdigsten Koop-Abende bietet.
Suchtfaktor
"Süchtigmachend"
Größer und verrückter: Der Nachfolger weitet die Gefechte aus und erfindet den Horde-Modus, in dem man fünfzig Wellen immer grimmigerer Feinde übersteht – ein Adrenalinanstieg, der zum „nur noch eine" treibt. Active Reload und die Kettensäge des Lancer bleiben das Herz eines wuchtigen Schießens, nun gespickt mit Fleischschilden und Reaver-Ritten. Weiterhin linear, doch Umfang und Koop ziehen noch stärker.
Ein gefeierter Gears-of-War-Nachfolger, der das Epos und den Koop der Reihe erweiterte und die Deckungsaction verfeinerte. In Mengen verkauft, bleibt er zugänglich und gering bewertet. Sein Sammlerreiz liegt in seinem Platz in einer Aushänge-Trilogie der Konsole, nicht in Knappheit, seine immense Verbreitung und das geschlossene zeitgenössische Online beschränken den Reiz auf Solo und Erinnerung.
Spaß zu mehreren
Koop wird zum Herz des Spiels: Zur Zwei-Spieler-Kampagne, Splitscreen inklusive, kommt der Horde-Modus, in dem fünf Spieler gemeinsam fünfzig Angriffswellen standhalten. Das Versus wird reicher und belohnt weiterhin die Beherrschung von Waffen und Gelände. Das Zusammenspiel gewinnt hier eine neue Dimension, auch wenn die Server des ursprünglichen Online-Modus nicht mehr garantiert sind.
Ein Kult-Cover
Noch monumentaler prescht der Delta-Soldat in Tönen aus Asche und Rost hervor, das Kettensägengewehr in der Hand, vor zerstörten Städten. Die Wucht der Komposition und die Feuerblitze künden von der Eskalation des Konflikts. Brutal und spektakulär, setzt es das Kriegsepos fort und schraubt den Ton hoch.
Lohnt sich Gears of War 2 2026 noch?
Auf Xbox 360 2008 erschienen, geht Epic Games' Gears of War 2 größer und emotionaler vor, mit epischen Höhepunkten und der Ankunft des Horde Modus, der zu einer Säule des Koop Spiels wurde. Der Deckungskampf gewinnt an Gewicht und Vielfalt, und die ehrgeizigere Kampagne wechselt zwischen Spektakel und unerwarteten intimen Momenten. Die Bildsprache bleibt düster, aber bestimmt. Der Online Mehrspieler hat seine Server geschlossen. Doch die Koop Kampagne und lokales Horde bleiben exzellent. Für Freunde muskulösen Third Person Shootings behält der Teil einen starken Reiz.