Beschreibung
Auf einem feindseligen Planeten gestrandet, stellen sich Überlebende immer wilderen Gegnerwellen. Veröffentlicht von Gearbox, weltweit 2020 erschienen. Action aus der Verfolgerperspektive, mit der Zeit steigender Schwierigkeitsgrad, sich stapelnde Item-Effekte und Koop für bis zu vier.
Risk of Rain 2 im Test
Je länger man trödelt, desto heißer wird es: diese unerbittliche Uhr nährt eine Machteskalation, die ins herrlich Absurde kippt. Gegenstände zu stapeln macht jeden Run zur berauschenden Lawine, in der Tempo und Überleben ständig in entgegengesetzte Richtungen zerren. Der Sprung in die 3D hat nichts verfälscht. Der Bildschirm ersäuft mitunter in Effekten, doch der mechanische Sog hält erstaunlich lange.
Items zu stapeln, bis man zum wandelnden Tornado wird, der Feuer, Blitze und Raketen speit, ist schlicht exponentielle Machtsteigerung. Das Endgame-Chaos belohnt jede Wahl, besonders im Koop, wo sich Builds ergänzen und gemeinsam entgleisen. Die Roguelike-Struktur drängt zum erneuten Versuch, Lauf um Lauf immer absurdere Combos.
Alles dreht sich um den Wunsch nach "nur noch einem Run": Jeder Versuch in Risk of Rain 2 beginnt bei null und wächst Gegenstand für Gegenstand zu einem Stapel an Boni, der die Figur absurd mächtig macht. Der Schwierigkeitsgrad steigt mit der Uhr und erzeugt eine berauschende Spannung zwischen Fliehen und Plündern. Dauerhafte Freischaltungen von Charakteren und Items fließen direkt in die nächste Sitzung. Ein Vorbehalt: Ein langer Run kann sich der Stunde nähern, und der Tod löscht alles, was ebenso aus Frust wie aus Freude weiterspielen lässt.