Segas Arcade-Hit in einer überzeugenden MS-Version. Das Pseudo-3D läuft ordentlich, die Raserei ist da. Nicht perfekt, aber eine beeindruckende technische Leistung für die Konsole jener Ära.
Euer Urteil
Kategorie
Railshooter2 Spieler7+
Beschreibung
Omnidirektionaler Shoot-'em-up mit einem Raumschiff, das in einem farbenfrohen Pseudo-3D-Raum fliegt. Von Sega herausgegeben, in Japan und den USA im Jahr 1986 erschienen. Das Raumschiff bewegt sich in einer Pseudo-3D-Perspektive in die Tiefe, während Feinde von vorne auf den Spieler zuströmen. Portierung des Sega-Klassikers Space Harrier für das Master System.
Space Harrier im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
1/5
Story
★★★★★
"Belanglos"
Die in die Tiefe fluchtende Perspektive wird durch eine Folge größer werdender Sprites nachgebildet, eine aufwendige Technik, die die Umsetzung um den Preis eines vereinfachten Bodenrasters beibehält. Das Bestiarium bewahrt seine ursprüngliche Fremdheit, steinerne Mammuts, chinesische Drachen, Riesenbäume vor vielfarbigem Himmel, eine Bildwelt, die dem Traum mehr verdankt als der Science-Fiction.
Das Hauptthema ruht auf einem sehr schnellen Tempo und einer Melodie, die stufenweise steigt, ohne je zurückzukehren, eine Schreibweise fortwährender Beschleunigung, die zu einem Verlauf passt, in dem man nicht anhält. Die Umsetzung verliert die digitalisierte Begrüßungsstimme des Automaten, behält aber die Bassfigur in gleichmäßigen Achteln, die das Ganze antreibt.
Gameplay
"Solide"
Spaß
"Schon in den ersten Sekunden"
Auf den Horizont zurasen, einer Flut von Hindernissen ausweichen und irrwitzige Kreaturen wegballern: Dieser mythische Rail-Shooter berauscht mit seinem Tempo und seinem visuellen Wahnsinn. Das 'Get Ready!' ertönt, und die Action hört nicht mehr auf, in einem bunten Wirbel. Die 8-Bit-Umsetzung bewahrt den Kern des Nervenkitzels: eine berauschende Flucht nach vorn, die man endlos wiederholt.
Eine japanische und amerikanische Pressung von Space Harrier, der ersten Verbreitungswelle von Segas Kult-Shooter auf der Konsole, durch ihre Zone von der europäischen Ausgabe verschieden. Die Begehrtheit beruht auf diesem früheren Japan-USA-Profil und dem Platz des Spiels in Segas technischer Geschichte. Sammler suchen diese Variante wegen ihrer biregionalen Kennung.
Spaß zu mehreren
Ein ikonischer Rail-Shooter, in dem man bei Höchsttempo zwischen Hindernissen und Kreaturen durch karierte Kulissen schlängelt. Ohne echten Zweispielermodus glänzt es als Staffel unter Freunden: Man reicht das Pad weiter, um den Score des anderen zu schlagen und gegen entfesselte Bosse durchzuhalten. Hypnotisch und rasant, macht es einen Abend zur geteilten Highscore-Herausforderung, in der jeder auf die Glanztat lauert, die die anderen verstummen lässt.
Lohnt sich Space Harrier 2026 noch?
Als Adaption von Segas sinnbildlichem Automaten treibt Space Harrier einen fliegenden Helden durch surreale Pseudo-3D-Kulissen, der einer Lawine von Gegnern und überdimensionalen Bossen ausweicht und auf sie feuert. Das Geschwindigkeitsgefühl, das Vorwärtsscrolling und das psychedelische Imaginäre machten diesen Titel zu einem Arcade-Meilenstein. Die 8-Bit-Umsetzung beschneidet den Schauwert zwangsläufig, gibt aber Tempo und Geist brillant wieder, eine Glanzleistung für die Maschine. Für Retro-Rail-Shooter-Fans, an einem begründenden Klassiker Interessierte oder Sammler behält der Titel eine ungeschmälerte Energie und einen Charakter.