End of Eternity (Resonance of Fate) ist ein Tri-Ace RPG mit virtuosem und ultra-stylishem Waffenkampf. Einzigartige akrobatische Kampfmechanik, dichte dystopische Erzählung. Ein atypisches und brillantes JRPG.
Euer Urteil
Kategorie
Rollenspiel1 Spieler16+
Beschreibung
RPG von Tri-Ace und Sega mit schnellem, technischem Echtzeit-Kampf in einer Steampunk-Welt, in der drei Helden ihrem Schicksal fliehen. Veröffentlicht von Sega, erschienen in Japan und Asien im Januar 2010. Teambasiertes Kampfsystem mit Luftkombos, halboffene Welterkundung, Echtzeit-Dialoge und mehrere Enden je nach narrativen Entscheidungen. Japanische/asiatische Version.
End of Eternity im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Die Art Direction gipfelt im Ballett der Pistole. Die drei Helden kämpfen im Purzeln: Salti, Rutscher, im Sprung verkettete Schüsse, jeder Kampf choreografiert wie eine Figur bewaffneten Tanzes. Die anpassbaren Kostüme und die schlanken Silhouetten betonen diese Bewegungseleganz. Fern martialischer Schwere malt das Spiel das Schießen als anmutige Kunst, in der Ausweichen und Feuern eine einzige Geste sind.
Der Soundtrack lässt die Uhrwerkstadt singen. Basel, eine Stadt aus Zahnrädern und Dampf, raunt von Mechanismen, dem Klicken riesiger Zahnräder, dem Atem von Kolben, fernen Glocken, über die sich die gedämpften Atmosphären von Gassen und Tavernen legen.
Die Erzählung zieht das Intime dem großen Schicksal vor. Drei Söldner fristen ihr Dasein mit kleinen Aufträgen in einer sterbenden, über der Leere hängenden Stadt, und die Geschichte verweilt bei ihrem Alltag, ihren Streitereien, ihren improvisierten Banden einer Zufallsfamilie, ebenso wie bei der drohenden Gefahr.
End of Eternity, der japanische und asiatische Titel von Resonance of Fate, einem tri-Ace-RPG mit einzigartigem akrobatischem Kampfsystem aus Schusswaffen und Choreografie, ein Objekt für sich im Katalog. Diese regionale Ausgabe unter ihrem Originalnamen reizt alle, die das Spiel an der japanischen Quelle statt unter dem Westtitel wollen. Ihre Begehrtheit beruht auf diesem eigenwilligen System und einem treuen Fan-Publikum statt auf ausgeprägter Knappheit.
Ein verkanntes Juwel
Im Schatten von Final Fantasy XIII erschienen, bietet dieses Rollenspiel von tri-Ace eines der originellsten Kampfsysteme des Genres: ein choreografiertes Ballett aus Akrobatik und Schusswechseln von verwirrender Tiefe. Sein abrupter Einstieg schreckte ab. Doch seine Steampunk-Welt und seine berauschende Mechanik machen es zum Schatz für geduldige Strategen.
Lohnt sich End of Eternity 2026 noch?
End of Eternity, im Westen besser als Resonance of Fate bekannt, ist ein untypisches JRPG von tri-Ace, dessen Kampfsystem kein Gegenstück hat. Auf der Beherrschung von Feuerwaffen, akrobatischen Sprüngen und zweistufigem Schaden aufgebaut, verlangt es echtes Lernen, bevor es den Spieler mit einer berauschenden, choreografierten Virtuosität belohnt. Seine vertikale Steampunk-Welt und sein Figurentrio, intimer als die üblichen Gemälde des Genres, bestechen durch ihre Eigenart. Die Einstiegskurve ist steil. Doch wer abseits ausgetretener Pfade liebt, dem bleibt dieses brillante JRPG ein zu entdeckendes Juwel.