Ein ehrgeiziges Imagineer-JRPG mit reifer Erzählung und originellem Urteilssystem. Wenig bekannt, suchenswert.
Euer Urteil
Kategorie
Rollenspiel1 Spieler12+
Beschreibung
RPG, in dem Teenager entdecken, dass sie göttliche Wesen sind. Von Enix, erschienen in Japan 1996. Vogelperspektive, rundenbasierter Kampf, Gottheitsentwicklungssystem. Wenig bekanntes originelles Enix-RPG auf Super Famicom.
G.O.D - Mezame yo to Yobu Koe ga Kikoe im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Ganz am Ende der Lebenszeit der Maschine erschienen, holt das Spiel detaillierte Sprites und dichte Kulissen aus ihr heraus: eine japanische Oberschule der Gegenwart, Vorstadtstraßen, dann himmlische Strukturen unmöglicher Geometrie. Der Übergang vom banalsten Alltag zur göttlichen Bildwelt geschieht über die Farbe, die allmählich vom Schulgrau zu gesättigtem Gold wechselt.
Die Musik wechselt zwischen Alltagsthemen, fast schon Pop, und liturgischen Stücken aus synthetischen Chören und Orgeln. Dieser Spagat übersetzt das Thema des Spiels genau, in dem gewöhnliche Jugendliche von ihrer göttlichen Natur erfahren, und die Kampfmusik borgt sich je nach Gegner aus beiden Registern.
Eine Stimme ruft Jugendliche zum Erwachen, und dort beginnt die Erzählung: herauszufinden, was es heißt, zum Gott bestimmt zu werden, wenn man um nichts gebeten hat. Das Spiel nimmt sich Zeit für den gewöhnlichen Alltag, bevor es kippt, und sein Reiz liegt weniger in den Enthüllungen als darin, wie jeder eine ungewollte Berufung verkraftet.
Gameplay
"Hervorragend"
Spaß
"Mau"
Suchtfaktor
"Packend"
Schwierigkeit
"Ausgewogen"
Spieldauer
"Riesig"
Jugendlichen zu folgen, die ihre göttliche Natur entdecken, entfaltet eine überraschende Geschichte, die sich Zeit lässt, durchsetzt von Erkundung aus der Vogelperspektive und rundenbasierten Kämpfen. Das auszubauende Göttlichkeitssystem fügt eine persönliche Fortschrittsebene hinzu, die langfristiges Engagement belohnt. Dieses originelle, kaum bekannte Enix-Abenteuer, ehrgeiziger als es scheint, lockt Kenner seltener Super-Famicom-RPGs.
Komplett; Box, Anleitung und Datenträger sehr sauber. Wenig benutzt.
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Sammlerwert
Ein Imageepoch/Asmik-Ace-Super-Famicom-RPG von 1996, Japan-exklusiv, von Yoshitaka Murayama vor seiner Suikoden-Arbeit geschrieben. Die Cartridge ist kulturell interessant als spätes SFC-Mystik-RPG, das nie offiziell übersetzt wurde. Intakte boxed CIB mit Papphülle und illustriertem Heft ist zum Ziel von Nischen-SFC-RPG-Sammlern geworden, und die Notierung steigt kräftig, getragen von physischer Knappheit und der Post-Suikoden-Murayama-Aura.
Lohnt sich G.O.D - Mezame yo to Yobu Koe ga Kikoe 2026 noch?
Außerhalb Japans nie erschienen, ist G.O.D - Mezame yo to Yobu Koe ga Kikoe ein ambitioniertes JRPG von Imagineer, nämlich eine Science Fiction Erzählung um einen amnestischen Helden und ein Urteilssystem, das die narrative Entwicklung mitbestimmt. Die Artdirection ist eigenwillig und die Erzählung dichter als der 16 Bit Durchschnitt, um den Preis eines stellenweise gedehnten Tempos. Eine Fanübersetzung existiert.