Drittes Grandia mit demselben geschätzten dynamischen Kampfsystem und verbesserter technischer Produktion. Die Geschichte ist weniger einprägsam als der zweite Teil, aber das Gameplay bleibt ausgezeichnet. Eine befriedigende Fortsetzung für Franchise-Fans und PS2-JRPG-Fans.
Euer Urteil
Kategorie
Rollenspiel1 Spieler12+
Beschreibung
Eine Fortsetzung von Game Arts, 2005 (Japan) und 2006 (USA) erschienen, mit erneuerten visuellen und erzählerischen Ambitionen. Der junge Yuki träumt davon, Pilot zu werden – bis seine Begegnung mit der geheimnisvollen Alfina ein mystisches Abenteuer in Gang setzt. Das Kampfsystem bleibt hervorragend, treu der typischen Grandia-Mechanik.
Grandia III im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Grandia III sticht durch seinen grafischen Ehrgeiz und seine Besessenheit vom Himmel hervor. Der Held Yuki träumt vom Fliegen, und das Spiel häuft luftige Schauplätze, zusammengeschusterte Fluggeräte, Flüge über den Wolken, schwindelerregende Panoramen, mit auf der Konsole seltener Sorgfalt gerendert. Die detaillierten 3D-Umgebungen und die Flug-Zwischensequenzen zählen diesen Teil zu den am aufwendigsten aussehenden der Reihe.
Die Musik von Grandia III stellt sich in den Dienst des berühmten Kampfsystems der Reihe, das auf dem Platzieren und Abbrechen von Aktionen beruht. Die Kampfthemen, energisch und rhythmisch, umarmen dieses taktische Ballett und beleben die Spannung bei jeder gut platzierten Erwiderung neu. Anderswo öffnet sich das Schreiben zu breiten Orchestrierungen für die großen Momente, doch in der Action gibt es sein volles Maß.
Das Szenario nimmt als Helden Yuki, einen von der Fliegerei begeisterten Teenager, dessen Begegnung mit der geheimnisvollen Alfina in eine mystische Queste kippt. Selten im Genre, begleitet ihn seine eigene Mutter eine Zeitlang und tönt die Erzählung mit einer ungewöhnlichen familiären Wärme. Zwischen dem Traum vom Fliegen und dem Zusammenstoß mit höheren Mächten nimmt die Geschichte einen hellen Coming-of-Age-Ton an.
Ein Game-Arts-Action-RPG, gelobt für sein dynamisches Kampfsystem unter den lebendigsten des Genres und seine luftigen Umgebungen, eine Fortsetzung einer von Kennern geschätzten Linie. Im Westen noch recht verbreitet, liegt sein Interesse in dieser Kampfqualität statt in Knappheit. Ein erstklassiges Stück für JRPG-Fans, die ein Referenz-Kampfsystem auf der Konsole wollen.
Ein verkanntes Juwel
Man wirft ihm zu Recht eine ausfransende Geschichte vor, vergisst aber zu schnell, dass Grandia III eines der spaßigsten Kampfsysteme rundenbasierter RPGs beherbergt, ganz aus Timing und Ausweichen. Am Ende der PS2-Ära erschienen, wurde es überschattet. Fans flotter Gefechte und prächtiger Kulissen kommen dennoch auf ihre Kosten.