Ico ist eines der poetischsten Spiele die je erschaffen wurden. Ico und Yorda in einem mysteriösen Schloss, Händchenhalten um voranzukommen, bedrohliche Schatten. Zeitlose Artrichtung, reine Emotion ohne Dialoge. Eine totale Kunstform.
Euer Urteil
Kategorie
Adventure1 Spieler12+
Beschreibung
Bluepoint Games HD-Remaster des Meisterwerks Ico von Fumito Ueda, das auf PS2 erschien und als Vorreiter poetischer Videospiele gilt. Veröffentlicht von Sony, erschienen in Europa im September 2011. 1080p HD-Grafik bei 60 fps, stereoskopischer 3D-Support, exklusive Trophäen, minimalistische Erzählung und erhaltene faszinierende Atmosphäre. Eigenständig erhältlich. Europäische Version.
Ico im Test
MAX
Art-Design
★★★★★
"Ikonisch"
MAX
Musik
★★★★★
"Legendär"
MAX
Story
★★★★★
"Meisterhaft"
Dunstiges Licht, ein menschenleeres, in Weiß getauchtes Schloss und zerbrechliche Silhouetten: Die visuelle Schlichtheit erreicht eine Poesie von seltener Zartheit. Der Minimalismus der Kulissen und die Sanftheit des Lichts lassen der Emotion allen Raum. Diese kontemplative Schönheit, grundlegend für das Autorenspiel, bleibt unerreicht.
Von seltener Zurückhaltung wird die Musik fast zum Schweigen und taucht nur in verstreuten Tupfern auf, um die Einsamkeit und Zärtlichkeit der Geschichte zu unterstreichen. Das überwältigende „You Were There" über dem Abspann sammelt die Emotion mit entwaffnender Schlichtheit. Dieser klangliche Minimalismus, gewagt und poetisch, macht den ganzen Zauber dieses Kultwerks aus.
In einem vergessenen Schloss eingesperrt, führt ein gehörnter Junge ein zerbrechliches Mädchen an der Hand in die Freiheit. Fast wortlos, lässt die Erzählung allein durch die Geste des Händehaltens eine Bindung von erschütternder Zärtlichkeit entstehen. Diese erzählerische Kargheit, poetisch und still, bewies, dass Spiele auf andere Weise bewegen können.
Komplett; Box, Anleitung und Datenträger sehr sauber. Wenig benutzt.
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Sammlerwert
Die japanische HD-Ausgabe von Ico, eine lokale Veröffentlichung von Fumito Uedas Juwel, in dem die Silhouette eines Jungen eine Prinzessin durch eine verlassene Burg führt. Ihr Reiz liegt in diesem Status als native Fassung eines grundlegenden Klassikers ludischer Emotion, gesucht für Authentizität und lokale Aufmachung mehr als für absolute Knappheit. Ein Herzensstück für Autorenspiel-Fans in Japan.
Ein Kult-Cover
Eine erklärte Hommage an De Chiricos metaphysische Malerei setzt die Illustration den gehörnten Jungen und das blasse Mädchen in eine sonnige Architektur mit langen Schatten: Die traumhafte Fremdheit packt vor jeder Erklärung. Mediterrane Ockertöne und die Stille der Komposition vermitteln die Einsamkeit und das fragile Band im Herzen der Geschichte. Rätselhaft und erhaben, bleibt es ein Autorencover.
Lohnt sich Ico 2026 noch?
Ico bleibt eines der poetischsten Spiele überhaupt, ein Gründungswerk von Fumito Ueda, dessen Emotion fast vollständig über Geste und Stille verläuft. Den jungen gehörnten Jungen und die zerbrechliche Yorda durch ein verlassenes Schloss zu führen, buchstäblich Hand in Hand, um voranzukommen, schafft eine taktile Bindung von seltener Kraft, bedroht von lauernden Schatten. Die reduzierte, lichtdurchflutete Artdirection ist keinen Tag gealtert. Das kontemplative Tempo und das Fehlen von Dialog verwirren, wer Action sucht. Doch für Liebhaber sensibler Erlebnisse, in denen Spiel an Kunst rührt, bleibt Ico ein zeitloses Wunder.