Phantom Brave ist ein eigenwilliges NIS-Taktik-RPG. Keine Felder, freie Schlachtfelder, Gegenstände als Helfer. Originell, fordernd und dank Marona und Ash ehrlich rührend.
Euer Urteil
Kategorie
Taktik1 Spieler12+
Beschreibung
Ein taktisches Rollenspiel von Nippon Ichi Software aus dem Jahr 2004 (USA, Japan, Europa), ein geistiger Cousin von Disgaea. Marona, eine junge Chroma, reist mit dem Geist Ash und beschwört Geister auf Gegenstände oder Steine, um zu kämpfen. Ein freies Platzierungssystem (ohne Raster) und endlose taktische Tiefe. Eine kulturelle Nische mit japanischer Handschrift.
Phantom Brave im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Ein Cousin von Disgaea, hebt sich dieses Taktikspiel durch eine sanftere Palette und ein rasterloses Schlachtfeld ab. Wo das Studio grelle Hölle pflegt, wählt Phantom Brave melancholische Aquarelltöne, pastellfarbene schwebende Inseln und verschleiertes Licht. Die Kämpfer bewegen sich nicht über Felder, sondern werden frei auf Blumen, Felsen oder Bäume gebannt, sodass das Gelände selbst, sanft und organisch, zu einem Spielstück wird.
Von Tenpei Sato, verlässt die Partitur die hauseigene Grandezza für eine intimere, melancholische Ader. Verträumte Klaviere, zarte Streicher und sanfte Melodien begleiten die Einsamkeit der Heldin und geben dem Spiel eine zärtliche emotionale Farbe, gegen die vom Studio erwartete komische Überschwänglichkeit. Die Musik umarmt Maronas Zerbrechlichkeit mehr als das Übermaß der Kämpfe und schafft eine Stimmung bittersüßen Märchens.
Die Erzählung folgt Marona, einem kleinen Mädchen, das von allen zurückgewiesen wird, weil es die Geister der Toten sieht und befiehlt. Als Paria auf ihrer Insel behandelt, verspottet und gefürchtet für diese Gabe, die sie nützlich, doch in den Augen anderer monströs macht, findet sie Trost nur beim Geist Ash, ihrem Beschützer.
Gameplay
"Solide"
Spaß
"Mau"
Suchtfaktor
"Packend"
Schwierigkeit
"Schwer"
Spieldauer
"Riesig"
Seine Verbündeten aus jedem Objekt der Kulisse heraus einzusetzen verwandelt dieses Taktik-RPG von Nippon Ichi in ein rasterloses Experimentierfeld. Jenseits der Geschichte verschlingt ein maßloses Endgame aus zu verschmelzenden Gegenständen und extrem hochgetriebenen Leveln Hunderte Stunden. Dieser Exzess, das Markenzeichen des Studios, begründet eine zeitfressende Langlebigkeit, die Fans teuer ist.
Die westliche Veröffentlichung von Phantom Brave, einem Nippon-Ichi-Taktik-RPG, das das traditionelle Raster gegen freie Platzierung auf dem Feld tauschte, in der Linie des Disgaea-Studios. Ihr Reiz liegt in einer bescheidenen westlichen Auflage für ein Nischengenre und im Reiz der NIS-America-Editionen, die ein vollständiges Exemplar begehrt machen. Ein Ziel für anspruchsvolle Fans japanischer Taktik.
Ein verkanntes Juwel
Nippon Ichi fegte hier das traditionelle Raster des Taktik-RPGs beiseite, zugunsten freier Platzierung und aus der Kulisse beschworener Figuren. Sein verwirrender Ansatz und die bescheidene Aufmachung beschränkten es auf ein kleines Publikum. Hinter einer abgründigen Schwierigkeit für Komplettisten verbirgt sich eine bittersüße Geschichte und ein System ungeahnten Reichtums.
Lohnt sich Phantom Brave 2026 noch?
Auf PS2 2004 erschienen, stellt Nippon Ichis Projekt das Gitter Taktik Rollenspiel auf den Kopf, indem es ein freies Bewegungssystem über das Feld ohne Felder bietet. Die junge Marona, die Geister beschwören kann, indem sie sie an Objekte der Szenerie bindet, entfaltet eine originelle, tiefe Kampfmechanik. Das bittersüße Schreiben, das Trauer und Einsamkeit hinter einer bunten Fassade berührt, bewegt durch seine Aufrichtigkeit. Die Tiefe des Fortschritts, typisch fürs Studio, grenzt an Maßlosigkeit. Kamera und Lesbarkeit verlangen Eingewöhnung. Ein eigenwilliges Juwel für Strategiefreunde.