Atmosphärischer und gnadenloser Dungeon Crawler, Vorläufer moderner Rogue-likes. Permadeath und fragmentarische Erzählung erzeugen einzigartige Spannung. Schwierig und anspruchsvoll, aber die apokalyptische Atmosphäre ist unvergesslich.
Euer Urteil
Kategorie
Rollenspiel1 Spieler16+
Beschreibung
Prozedural generiertes Action-RPG in einer von Mutanten überschwemmten Nachkatastrophenwelt. Von Sting, erschienen in Japan 1998. Zufällig generierte Dungeons in isometrischer Ansicht, Tod-und-Wiedergeburt-System, Dutzende sammelbare Gegenstände, dunkle Atmosphäre, fragmentarische Erzählung.
Baroque im Test
4/5
Art-Design
★★★★★
"Markant"
4/5
Musik
★★★★★
"Hervorragend"
4/5
Story
★★★★★
"Fesselnd"
Sting baut eine Welt aus Fleisch und Rost: pulsierende organische Wände, missgestaltete Silhouetten, deren Umrisse nie ganz klar werden, eine auf kränkliche Brauntöne und dumpfe Rottöne verengte Palette. Die Oberfläche selbst verweigert Erklärungen, Gegenstände bleiben namenlos bis zum Gebrauch, und diese Undurchsichtigkeit trägt das Unbehagen mit.
Die Musik gibt die Melodie zugunsten der Textur auf: durchgehende Bordune, Flächen, die langsam verstimmen, metallische Geräusche im Klanggewebe. Nichts kündigt Gefahr an oder belohnt Fortschritt, sodass die Musik als Umgebung wirkt statt als Kommentar und jeden Abstieg so zermürbend macht wie den vorigen.
Die Erzählung gibt sich nie am Stück preis: Die Figur steigt hinab, stirbt, kehrt ohne Erinnerung zurück, und jeder Zyklus liefert nur ein Bruchstück dessen, was die Welt zerstörte und welche Schuld sie trägt. Die Geschichte zu rekonstruieren verlangt, verlieren zu wollen, was den Tod zum Erzählmittel statt zur Strafe macht.
Komplett; Box, Anleitung und Datenträger sehr sauber. Wenig benutzt.
Q1 beschädigtQ6 komplettQ10 neu
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Als Action-Rollenspiel von Sting taucht Baroque den Spieler in eine bedrückende Post-Katastrophen-Welt, in der er prozedural generierte, mit Mutanten gefüllte Dungeons hinabsteigt, in einer ungesunden Stimmung und einer kryptischen, in Fragmenten zugeteilten Geschichte. Das anspruchsvolle Roguelike-Konzept, die verstörende Kunstrichtung und das ständige Geheimnis machen es zu einem radikalen, betörenden Erlebnis, lange Kult in Japan. Der Anspruch und die Undurchsichtigkeit schrecken Ungeduldige ab. Für Fans atmosphärischer Roguelikes, Neugierige auf ein schräges Rollenspiel oder Sammler behält der Titel eine faszinierende Eigenart.