Beschreibung
Man baut eine Zivilisation von der Antike bis in die Zukunft auf, erkundet, gründet Städte und betreibt Diplomatie. Veröffentlicht von 2K Games, weltweit 2018 erschienen. Eine Hexfeld-Karte, spezialisierte Bezirke, Weltwunder, historische Herrscher und stundenlange rundenbasierte Partien.
Civilization VI im Test
Spezialisierte Bezirke über die Karte zu verteilen macht jede Zivilisation zu einem räumlichen Rätsel, bei dem jede Entscheidung über Stunden nachwirkt. Der "Nur noch eine Runde"-Sog wirkt unverändert, und die systemische Tiefe bleibt erhalten. Am Controller brauchen die Eingaben Eingewöhnung, und die mausorientierte Oberfläche schimmert durch, doch einmal verinnerlicht spielt sich dieses gewaltige 4X überall hervorragend.
"Nur noch eine Runde" ist wohl der gefährlichste Satz in Civilization VI. Jede Runde schaltet eine Technologie frei, lässt eine Stadt wachsen oder bringt dich einem Wunder näher, sodass Aufhören stets bedeutet, ein fast greifbares Ziel aufzugeben. Die Wege zum Sieg – Wissenschaft, Kultur, Religion, Dominanz – verflechten sich und laden ein, mit einer anderen Nation neu zu beginnen. Distrikte fügen ein zutiefst befriedigendes Bau-Puzzle hinzu. Der Haken: Eine Partie kann einen ganzen Abend verschlingen, und das Mikromanagement im Endspiel wird mitunter mühsam.
Eine einzige Partie kann Jahrtausende Geschichte umspannen, von der ersten Hütte bis zum Weltraumrennen, und das berühmte Versprechen einer letzten Runde verschiebt das Ausschalten unaufhörlich. Diplomatie, Wissenschaft, Kultur oder militärische Vorherrschaft: Jeder Weg zum Sieg eröffnet beträchtliche Wiederspielbarkeit. Dieses Talent, einen Abend in eine durchwachte Nacht zu verwandeln, wurde zu seinem Markenzeichen.